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Prof. Dr. Gerhard Glaser, ehemaliger Landeskonservator Sachsens,  im Interview 

Foto: Klepzig

Anna Reimann im Interview mit einem bekannten Großsedlitzer, mit Prof. Dr. Gerhard Glaser, ehemaliger Landeskonservator Sachsens                          Zuerst wurde Prof. Glaser zur Bedeutung des Barockgartens befragt und er sprach über die geschichtliche Entwicklung, den Einfluss August des Starken auf den Ausbau der Anlage nach der Ära Wackerbarth, auch über die Bedeutung der Sichtachsen und damit die Einbeziehung der umliegenden Landschaft in das Parkkonzept.

Der nächste Gesprächsteil drehte sich um die Erfahrungen der Denkmalpfleger in der Vergangenheit und ihre Bemühungen um die Erhaltung des kulturellen Erbes.

Prof. Glaser begann mit dem Wirken seines Vorgängers im Landesamt für Denkmalpflege in Dresden, Prof. Hans Nadler, dem mit List und Wagemut der Erhalt vieler Baudenkmäler gelang, die ohne seinen Einsatz nicht mehr existieren würden (Dresdner Schloß, Bewahrung des Steinberges der Frauenkirche, ohne den der Wiederaufbau fraglich geworden wäre, usw.). Ebenso sprach er von seiner Arbeit in der Zwingerbauhütte und als Landeskonservator. Auch hier musste wieder mit List, Wagemut und Augenmaß so manches der Baudenkmale verteidigt und gerettet werden. Als besonderes Beispiel nannte er die Rettung der Seidelschen Kamelienzucht in Pirna-Zuschendorf vor dem Zugriff der Treuhand, indem der Freistaat innerhalb eines Tages die Sammlung unter Denkmalschutz stellte.Für den Industriepark Oberelbe konnte Prof. Glaser kein Verständnis aufbringen, da die Nähe zu diesem außergewöhnlichen Flächendenkmal Barockgarten sehr bedenklich und unvertretbar ist und die Beeinträchtigungen durch das Gewerbe die Qualität des Parks mindern.

Sybille Borchers

Foto: Klepzig

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