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Sehr geehrter Herr Opitz,

Ich beziehe mich auf Ihre Interviewaussagen zum SZ-Seite 3-Beitrag ,,Wie der Streit um ein Gewerbegebiet eine Region spaltet“, vom 10.4.2022.

Es ehrt mich ja sehr, dass Sie meinem persönlichen Wohlergehen in Krebs viel Raum in Ihren planerischen IPO-Überlegungen einräumen. Insbesondere, was die Sichtbeziehungen/Sichtachsen, den Wasserabfluß bei Starkregen und den Durchgangsverkehr durch Krebs angeht.

Wie ich schon mehrfach in persönlichen Gesprächen mit Ihnen sowie den anderen Protagonisten des IPO erläuterte, geht es mir und auch den meisten Mitstreitern der Bürgerinitiative maßgeblich nicht um unsere individuellen (privaten) Betroffenheiten.

Es geht uns als BI um die offene Diskussion und Abwägung von Chancen, Risiken und Kosten, die nachweislich weder in der Zweckverbandsversammlung, noch in Bürgerinformationsveranstaltungen (solange sie noch stattfanden) noch anderweitig öffentlich geführt wird.

Das können Sie schon seit Jahren auf unserer homepage (www.ipo-stoppen.de nachlesen.

Ob Hr. Dr. Düring im Haus mit Solardach am Ende des Tages ,,nur auf einen mit einer breiten Hecke aufgewerteten grünen Hügel schauen …wird“ ist für mich persönlich zweitrangig.

Dass die komplette ,,…Entwässerung zukünftig in eine andere Richtung (als nach Krebs erfolge)…“ muss erst noch gezeigt werden. Die andere Richtung ist dann Postweg/ Am Osthang, Am Lindigt, Seidewitz, Pirna. Für diese Risiken, die wenn überhaupt, nur mit großen technischen Unsicherheiten in Kombination mit enormen Kosten lösbar sind, steht meine Aussage ,,Das kann man sich so vorstellen, als wenn Tesla an einem abfallenden Hang gebaut worden wäre, mit Wasserabfluss bei Starkregen in Richtung Potsdam.“ Wir als BI vertreten hier auch die Interessen der dort wohnenden Bürger.

Und ,,Die Dorfstraße werde zur Sackgasse, der Durchgangsverkehr nach Pirna entfalle. … Mit dem IPO wird’s also ruhiger in Krebs, nicht lauter“ suggeriert in diesem Kontext, dass dies die optimale planerische Lösung für Krebs wäre. Ich frage mich, ob Sie Hr. Opitz, oder Hr. Dr. Müller oder die Planer hier die Krebser Einwohner gefragt haben, ob solch eine Lösung von diesen überhaupt angenommen wird;- ob die Krebser bereit sind, die Umwege (mehr Kraftstoff, mehr Zeit) in Kauf zu nehmen. Oder bekommen die Krebser alle auch Zugriff auf den Poller? Wie ist hierzu die Abwägung gelaufen? Die Krebser haben ein LKW-Durchfahrtverbot vom IPO aus gefordert. Keine Sackgasse!

Anmaßend, populistisch und nachweislich falsch finde ich Ihre Aussage „Aber der Punkt, an dem es ein Zurück noch hätte geben können, ist vorüber.“

Anmaßend, populistisch und nachweislich falsch deshalb, weil

  1. Sie noch nicht einmal einen B-Planentwurf auf dem Tisch liegen haben.
  2. Sie noch nicht bzw. nicht relevant in den Grunderwerb eingestiegen sind.
  3. Mit dem Austritt von Dohna eine neue Sachlage eintreten kann (wird)
  4. Und der B-Plan, sofern er zustande kommt, erstmal durch die Gremien und Behörden gehen muss. Von Klagen ganz abgesehen.

Am 29.09.2019 haben Sie im MDR angekündigt: „Wenn sich da jetzt die politische Großwetterlage etwas gedreht hat, dann werden wir, wenn alle dagegen sind, das Projekt natürlich nicht weiterführen.

Es gibt so viele fachlich fundierte Gegenargumente (von Bürgern, von Behörden, von Naturschutzverbänden, vom Umweltministerium, von Eigentümern etc.) gegen diesen IPO an dieser Stelle unter diesen gegenwärtigen und zukünftig zu erwartender Randbedingungen, dass aus unserer Sicht eine Weiterplanung, geschweige denn der Einstieg in den Grunderwerb, sofern er Ihnen überhaupt gelingt, nicht verantwortbar ist.

Es gibt bessere Alternativen. Nehmen Sie sich selbst beim Wort.

Die nahe Zukunft wird zeigen, wer von uns auf der richtigen Seite stand.

MfG Dr. Ingo Düring, Krebs bei Dohna am 13.04.2022

Den Presseartikel können sie auf unserer Webseite unter https://www.ipo-stoppen.de/presse/

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