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Dohnas Austritt aus IPO zum zweitenmal beschlossen

IMG_20191021_181854Nachdem der Dohnaer Bรผrgermeister sein Veto gegen den Beschluss des Stadtrates gegen den IPO eingelegt hat, wurde ein zweiter Beschluss notwendig, der am 21.10.2019 mit der Bestรคtigung des ersten Beschlusses endete.

Der Bรผrgermeister argumentierte, der Beschluss sei rechtswidrig, weil er der Satzung des IPO widerspreche. Ein Austritt aus dem IPO sei erst ab 2022 mรถglich. Finanzielle Grรผnde seien kein regulรคrer Austrittsgrund.

Die IPO Gegner weisen auf die geรคnderten Rahmenbedingungen hin, besonders auf die schon stark gestiegenen und mรถglicherweise weiter steigenden Kosten, sowie auf Alternativen zum IPO.

Wenn es trotz geรคnderter Rahmenbedingungen nicht mรถglich sein sollte, das Vorhaben prinzipiell in Frage zu stellen, dann haben sich die Stadtverordneten damals in eine Situation hineinmanรถvriert, aus der sie aus eigener Entscheidung nicht wieder herauskommen kรถnnen.

Wie eine Selbsteinweisung in ein Gefรคngnis: rein geht freiwillig, raus geht nur noch, wenn alle anderen zustimmen.

Oder: Wie eine Einladung zu frรถhlicher Kaffeefahrt, die damit endet, dass nur die wieder rausgelassen werden, die genug gekauft haben.

Oder: Wie eine Selbstentmรผndigung, die nur wieder aufgehoben werden kann durch Zustimmung der anderen Familienmitglieder.

In jedem Fall: Die Stadtverordneten wurden getรคuscht oder haben sich tรคuschen lassen darรผber, dass es ein Rein, aber kein Raus mehr gibt, selbst wenn sich grundlegende Bedingungen geรคndert haben.

Denn freiwillig begibt sich doch keiner in solche Zwangslage.

Unter diesem Gesichtspunkt sind auch alle Vorschlรคge der IPO-Befรผrworter , nun doch eine Bรผrgerbefragung durchzufรผhren, scheinheilig, denn โ€“ wie sollte denn die Fragestellung lauten?

Die einzig entscheidende wรคre doch: IPO ja oder nein.

Was wollten die Bรผrgermeister aber im Falle eines โ€žNeinโ€œ tun? Wenn es auf jeden Fall rechtswidrig wรคre, dann kรถnnten und dรผrften sie es nicht umsetzen โ€“ das Angebot ist eine Tรคuschung der Bรผrger.

Wir als Bรผrgerinitiative streben einen breiten Dialog an und haben dem IPO-Zweckverband dazu in einem Brief 4 Punkte vorgeschlagen:

  1. Analog zu Dohna werden die Stรคdte Heidenau und Pirna aufgefordert zu erklรคren, dass sie die Arbeit im IPO einstellen.
  2. ย Wir fรผhren zeitnah eine ร–ffentlichkeitsveranstaltung durch, in der die IPO-Protagonisten und die IPO-Kritiker ihre Argumente in einer Podiumsdiskussion mit anschlieรŸendem Fragerecht fรผr die Bรผrger prรคsentieren.
  3. Es werden zudem drei (oder mehr) Workshops von den Stadtverwaltungen organisiert, an denen Vertreter von BI, IPO-Zweckverband, Stadtratsvertreter, Bauernverband, IHK, Handwerkskammer und Stadtverwaltungen aller drei Stรคdte bzw. teilweise auch getrennt teilnehmen. ย Das Prozedere mรผsste man in Sondierungsgesprรคchen abstimmen. Fรผr die neutrale Moderation mรผssen wir gemeinsam jemanden finden. Personelle Vorschlรคge werden wir zu gegebener Zeit machen. Ziel dieser Workshops soll sein, Leitlinien fรผr konsens- und zukunftsfรคhige Szenarien/Varianten fรผr eine Wirtschafts- und Stadtentwicklung in den drei Stรคdten zu entwickeln, die finanzierbar und umweltgerecht sind (Arbeitstitel REPO). Arbeiten aus der IPO-Planung wรผrden dort als Vorarbeiten mit einflieรŸen.
  4. Die Ergebnisse/Varianten/Leitlinien sollten dann am Ende dieses Prozesses in einem Bรผrgerentscheid zur Abstimmung ย stehen.

brf_an_Zweckverband_11102019

 

1ย Kommentar zu โ€žDohnas Austritt aus IPO zum zweitenmal beschlossenโ€œ

  1. Alle, die den IPO stoppen wollen, kรถnnen dies รถffentlich zum Ausdruck bringen. Wir leben in einer Demokratie und kรถnnen mit Argumenten bisher eingefahrene Muster aufweichen und รคndern! Nur gemeinsam kรถnnen wir das gigantische IPO Projekt stoppen! Jeder Einwohner und Bรผrger darf auch die รถffentlichen Sitzungen der Stadtrรคte und Zweckverbandssitzungen des IPO besuchen.
    Am Dienstag, dem 29.10.19 um 17 Uhr tagt das nรคchste Mal der Zweckverband Industriepark Oberelbe im Ratssaal Heidenau.
    Alle sind herzlich dazu eingeladen!
    Wir wollen doch wissen, wie es zukรผnftig in unserer Region weiter geht! Es geht um unsere Zukunft!

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